Anton Aschenbrenner war 15 Jahre Priester in der Diözese Passau. Er verliebt sich, wird Vater und dadurch vom Dienst suspendiert. Seine Erfahrung mit der Kirchenleitung lassen ihn von der Kirche austreten. Es folgt die Exkommunikation und ein spannender Aufbruch in die Selbständigkeit: beruflich, aber noch mehr theologisch, philosophisch und weltanschaulich. Der 1962 geborene freie Theologe reflektiert in diesem Bändchen spannend und nachdenklich, amüsant und hintergründig den Weg seines Lebens und Denkens. Mit vielen praktischen Ideen regt er seine Leser an, Ihr eigenes Leben bewusst zu gestalten. Ein Buch randvoll mit den Erfahrungen eines Persönlichkeitstrainers, aber auch ein Buch, das zum Leben in Fülle reizt.


NEUGIERIG?
Erkenntnisse eines Ex-Pfarrers!

Neugierig - das bin ich! Ich geb es offen zu.
Und seit mir Dorothea so überraschend geschenkt wurde, bin ich es umso mehr. Schließlich hat sie mich auch zum Hausmann gemacht - zumindest indirekt. Aber mehr verrate ich noch gar nicht - ich möchte Sie neugierig machen.

Die meisten Menschen sind neugierig, interessiert am Leben anderer. Sonst gäb es nicht so viele Biographien und nicht so viele Klatschblätter.
Und wenn ich ehrlich bin, ist diese Neugier ein blinder Passagier im Boot meiner Geschichte.
Es erfüllte mich als Pfarrer, am Leben anderer teilhaben zu dürfen.
Jetzt revanchiere ich mich: Ich gebe Ihnen den Blick frei auf das, was mich bewegt.

NEUGIERIG? Erkenntnisse eines Ex-Pfarrers! - Anton mit Töchterchen Dorothea

Interessant mag es für sie werden, wenn ich aus der Perspektive der Mücke erzähle, wie der Elefant mich jagte. Ein spannender Polterabend war das für meine Ehe. Und Scherben bringen ja bekanntlich Glück! Als mich der Bischof am 6. Januar 2003 vom Priesteramt suspendiert, weil ich zu Frau und Kind stand, wunderte sich die Diözesanspitze, dass dieses Buschgetrommel aus dem hinteren Bayerischen Wald in ganz Deutschland zu hören war. Ich sag nur: Man darf die Neugier nicht unterschätzen. Aber ich möchte sie auf viel mehr neugierig machen: über das Mysterium der Macht, über die Wunder der Liebe, über die Rätsel des Lebens und den Zauber der Beziehung, über den Spuk der Geschichte und die Magie heiliger Riten und schließlich über das Geheimnis schlechthin. Vom Hokuspokus zum Fidibus.
Wissen sie, was das heißt?
Hokuspokus kommt von den lateinisch gelesenen Wandlungsworten der Messe und heißt dort: hoc est corpus meus (zu deutsch: Das ist mein Leib, gemeint: Das bin ich selbst). Und fidibus ist der Dativ oder Ablativ Plural des lateinischen Wortes für Glaube, Vertrauen, Ehrlichkeit, Gewissheit, Wahrheit, sicherer Beweis, ... Und darum geht es mir: Aus der Beschäftigung mit meinem Leben Ihnen Impulse zu geben für ihren Glauben, für die Ehrlichkeit, für das Vertrauen, ... Aber lassen Sie sich nicht gleich alles vorweg erklären, sondern entdecken Sie mit.

Ich freue mich auf Sie

Ihr Anton Aschenbrenner

 
Solla 7
94065 Waldkirchen
Tel: 08581 / 988443
Fax: 08581 / 987264
e-mail: Anton Aschenbrenner
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